Das Fegefeuer in der Kieler Waitzstraße

Mein Freund und ich wurden zu einem Abend im Fegefeuer eingeladen. Es ist ein relativ neues Restaurant, das sich in einer Mischung aus rustikalem Charme und Halloween-Kitsch präsentiert. Der versprochene Kamin befindet sich leider im Raucherteil der Lokalität und ist somit nur den Gästen mit geteerten Lungen vorbehalten.
Als wir dann an den Holztischen mit den aus einem Baumstamm entsprungenen Stühlen Platz nahmen, stellten wir schnell fest, dass es sich um eine sehr wacklige Angelegenheit handelte und dass diese Plätze auch nicht für wirklich dicke Hinterteile gedacht sind. Dann kam auch schon, die als Hexe kostümierte Kellnerin und brachte uns die Karte.
Die Menüs waren doch sehr Fleisch dominiert, was aber auch schon von dem Ambiente abzuleiten war. Ich entschied mich für ein Rinderhüftsteak mit Backkartoffel und Kräuterquark. Mein Fleisch hätte sehr gerne ein bisschen mehr medium rare sein können. Außerdem wurde angeprangert, dass „feurig“ nicht wirklich scharf war. Das vermag ich nicht zu beurteilen, denn ich bevorzuge eher milde Speisen. Alles in allem war das Essen okay, aber für den Preis waren die Portionen ein wenig klein und nicht wirklich herausragend.
Highlight an dem Abend war die Lifemusik, auch wenn es manchmal ein wenig schwierig wurde sein Gegenüber zu verstehen. Die Atmosphäre war gut und ausgelassen, man konnte nämlich auch Musikwünsche äußern.
Ich empfehle das Fegefeuer nur bedingt, aber wer einen Abend mit rustikalem Flair sucht ist hier an der richtigen Adresse.

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